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Elektrolyseur „Made in Baden-Württemberg“ geht in Betrieb

Nach zwei Jahren Entwicklung hat Anfang August die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mit einem grünen Knopf die Elektrolyse-Anlage am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) symbolisch eingeschaltet und in den praktischen Betrieb geschickt.

Quelle: H2WEEKLY MOBILITY  11.8.2022



Der Elektrolyseur, der den werbewirksamen Beinamen „Made in Baden-Württemberg“ erhalten hat, ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Unternehmen aus Baden-Württemberg. Rund 40 in dem Bundesland ansässige Firmen lieferten Komponenten, Technologie und Know-how. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt vom ZSW als Koordinator sowie weiteren Forschungsinstituten wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stuttgart, den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf sowie der Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung Stuttgart. Insgesamt wurden in der Elektrolyseanlage rund 230 Komponenten verbaut. Unterstützt wird das Vorhaben „BW Elektrolyse“ mit insgesamt 5 Millionen Euro vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium.

Mit dem Elektrolyseur-Projekt würden „Anlagenbauer und Komponenten-Hersteller fit gemacht“, um sich im Bereich Elektrolyse-Technologie als Anbieter und Zulieferer zu etablieren, erläuterte Hoffmeister-Kraut die Motivation des Ministeriums, das Vorhaben finanziell zu unterstützten. „Für Baden-Württemberg eröffnet sich dadurch die Chance, wichtige First-Mover-Vorteile im internationalen Wettbewerb zu generieren und entsprechende Wertschöpfungspotentiale zu erschließen“, sagt Hoffmeister-Kraut. Ziel des Vorhabens ist, die Entwicklung und Fertigung von Elektrolyseprodukten im industriellen Maßstab auf Landesebene anzustoßen.

Bei der frisch in den Praxisbetrieb gestarteten Elektrolyse-Demonstrationsanlage handelt es sich um eine vom ZWS weiterentwickelten Alkalischen Druckelektrolysetechnologie, die über eine Anschlussleistung von 1 Megawatt und einer Produktionskapazität von rund 20 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde verfügt. Eine Menge, die ausreicht, um täglich etwa 80 Brennstoffzellen-PKW oder 20 Brennstoffzellen-Busse bzw. Brennstoffzellen-LKW mit Wasserstoff zu versorgen. Die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 170 Tonnen Wasserstoff. Konzipiert wurde der Demonstrations-Elektrolyseur in einem Baukastensystem, durch einzelne Module lassen sich unterschiedliche Anforderungen an die Produktionsleistung realisieren. 



Leipzig 11.08.2022
Portal Erneuerbare Energien, Energiespeichersysteme, Wasserstofftechnologie, Wasserstoffelektrolyse

 

Photo Ulrich Knöll
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